Die 5 wichtigsten Kommandos für Welpen – und wie du sie übst
Dein Welpe muss nicht alles auf einmal lernen. Fünf Grundkommandos reichen für den Anfang – sie machen den Alltag sicherer und entspannter. Hier erfährst du, welche das sind und wie du sie in wenigen Minuten am Tag übst.
Ab wann kann ein Welpe Kommandos lernen?
Sobald dein Welpe eingezogen ist und sich ein paar Tage eingewöhnt hat, kannst du mit einfachen Übungen beginnen – oft schon ab der 8. bis 10. Lebenswoche. Welpen lernen schnell, können sich aber nur kurz konzentrieren. Plane deshalb mehrere kurze Einheiten von 2–5 Minuten pro Tag ein.
Die Grundregel: Belohne sofort, wenn dein Welpe das Richtige tut – innerhalb von ein bis zwei Sekunden. Kommt die Belohnung zu spät, weiß er nicht mehr, wofür er sie bekommt.
Die 5 Kommandos im Überblick
1. Sitz
Halte ein Leckerli direkt vor die Nase deines Welpen und führe es langsam nach oben über seinen Kopf. Der Po geht dabei fast automatisch nach unten. In dem Moment, in dem er sitzt: „Sitz“ sagen und belohnen.
Nach einigen Wiederholungen sagst du das Wort schon, bevor du die Hand bewegst.
2. Platz
Aus dem Sitz führst du ein Leckerli langsam von der Nase senkrecht nach unten zum Boden und dann ein kleines Stück nach vorne. Liegt dein Welpe: „Platz“ sagen und belohnen. Hab Geduld – manche Welpen brauchen dafür ein paar Anläufe.
3. Hier (Rückruf)
Das wichtigste Kommando für die Sicherheit. Rufe freudig, wenn dein Welpe sowieso auf dem Weg zu dir ist, und belohne ihn großzügig. Ausführlich erklären wir das im Artikel Rückruf trainieren.
4. Aus
Biete deinem Welpen ein Leckerli an, während er ein Spielzeug im Maul hat. Lässt er es fallen, um das Leckerli zu nehmen: „Aus“ sagen und belohnen. Danach bekommt er das Spielzeug oft zurück – so lernt er, dass Hergeben sich lohnt.
5. Bleib
Lass deinen Welpen sitzen, sag „Bleib“ und warte zunächst nur eine Sekunde, bevor du belohnst. Steigere die Zeit langsam, dann die Entfernung – immer nur eins von beidem auf einmal. Löse die Übung mit einem festen Wort wie „Okay“ auf.
So übst du richtig
- Kurz und oft – lieber 5 × 2 Minuten als 1 × 20 Minuten
- Ruhige Umgebung – erst drinnen, dann mit mehr Ablenkung
- Mit einem Erfolg aufhören – so bleibt die Motivation hoch
- Ein Wort, eine Bedeutung – alle in der Familie benutzen dieselben Kommandos
- Nicht wiederholen – sag das Kommando einmal und hilf dann lieber mit der Hand nach
Müder Welpe, schlechter Schüler: Welpen brauchen sehr viel Schlaf. Übe, wenn dein Welpe wach und aufmerksam ist – nicht direkt nach dem Toben oder kurz vor dem Schlafen.
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